An unserem ersten Tag in Ucluelet (gesprochen: you-ku-let) begaben wir uns auf die Leuchtturmrunde. Diese führt von einem Leuchtturm entlang der Küste. Für die eigentliche Runde braucht man etwa eine Stunde. Wir haben jedoch einen Umweg auf „Inseln“ gemacht, welche bei Ebbe zu Fuß erreichbar sind, wodurch wir insgesamt drei Stunden unterwegs waren. Außer ein paar Krebsen haben wir aber leider keine Wildtiere gesehen.
Anschließend sind wir ein paar Minuten mit dem Auto an einen anderen Teil der Küste gefahren und sind auch dort für ein paar Stunden entlang des Wassers gelaufen.











Am Abend haben wir auf dem Campingplatz Frank und Jey getroffen. Ein Australier und ein Japaner, welche wie wir Work-and-Travel machen. Die beiden arbeiten in einer Fischfabrik in Ucluelet.
Am nächsten Tag ging es dann nach Tofino. Auf dem Weg dorthin sind wir noch auf einen Hügel gefahren, wo wir eine tolle Aussicht auf die vielen Meeresmündungen und Inseln der Gegend hatten. Leider ist das auf den Fotos nicht ganz ersichtlich, deshalb habe ich auch mal eine Karte eingefügt.


Auf dem Hügel habe ich außerdem einen Geldbeutel gefunden. Nachdem wir diesen beim Besucherzentrum abgegeben hatten, ging es weiter nach Tofino. Dort gab es aber nicht allzu viel zu sehen. Wir vesperten und begaben uns in eine Kunstgalerie der Ureinwohner.


Nach der Mittagspause ging es dann noch zu einem Flugzeugwrack. Nach etwa 40 Minuten Wandern erreichten wir dieses. Es handelt sich hierbei um ein militärisches Flugzeug, welches 1945 kurz nach dem Start nahe des Flughafens abstürzte. Wie durch ein Wunder überlebten alle zwölf Passagiere den Absturz.





Am nächsten Tag ging es dann auf große Wanderung. Wir wollten einen 1500m hohen Berg erklimmen. Einer von zwei Bergen dieser Größe in der Gegend. Die Wanderung begann auf 600 m, wodurch wir einiges an Höhe gutmachen mussten. Dafür war der Weg mit 6km erstaunlich kurz und dementsprechend steil. Mit dem Wetter hatten wir etwas Pech, es war bewölkt, bzw. nach einigen Metern befanden wir uns in den Wolken. Wanderer, die uns entgegenkamen, versprachen uns aber, dass wir die Wolkendecke durchbrechen werden. Ab 1000m begann dann der Schnee, hochzus war das extrem mühsam, da der Schnee sehr sulzig war. Meine Schuhe waren nach kurzer Zeit vollständig durchnässt … Zum Glück war es mit etwa 14°C nicht besonders kalt. Der Nebel hielt sich weiterhin hartnäckig, was die Motivation etwas dämpfte. Dennoch erreichten wir nach gerade einmal zwei Stunden Aufstieg den Gipfel und durchbrachen die Wolkendecke nur einige Meter davor, was uns eine spektakuläre Aussicht verschaffte.






Nach einer ausgiebigen Pause in der Sonne traten wir den Rückweg an, welcher durch den vielen weichen Schnee erstaunlich schnell und lustig war. Wir sprangen buchstäblich den Berg hinunter und wurden dann weich vom Schnee abgebremst – was für eine Gaudi.
Am nächsten Tag ging es dann Kajak fahren. Wir hatten die letzten drei Plätze für den Tag ergattert. Die Tour begann direkt spektakulär mit einem Seelöwen, welcher sich mit zwei Möwen um einen Fisch stritt. Da Seelöwen wohl auch aggressiv gegen Menschen reagieren, machten wir einen großen Bogen um das Schauspiel. Anschließend fuhren wir von Insel zu Insel, nahe bei der Küste, wodurch wir jede Menge Seesterne in allen Größen und Farben zu sehen bekamen. Kurz vor Ankunft an unserem Zwischenziel sahen wir dann auch noch zwei Robben, welche sich auf einem Riff sonnten. Als Nächstes ging es an Land der Insel „Meares“. Dort liefen wir durch den Urwald und konnten etliche gigantische Bäume bestaunen.
Auf dem Rückweg konnten wir dann eine ganze Herde Robben auf dem Riff beobachten. Nach einem kurzen Stopp an einem Adlernest nahe der Küste war unser Ausflug auch schon fast vorbei.









Nach der Kajaktour haben wir noch in einer Brauerei zu Abend gegessen. Anschließend ging es in ein Hotel, wo wir uns in den Whirlpool mogelten und den Abend entspannt ausklingen lassen konnten 😉.
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