Tag #245 – #247 Strathcona Provincial park

   

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Am ersten Tag des heutigen Beitrages haben wir uns von Tofino und Ucluelet verabschiedet und sind Richtung Zentrum der Insel gefahren. Im Strathcona Provincial Park befinden sich die höchsten Berge der Insel. Das ist besonders beeindruckend, weil man durch eine etwa 2 Stunden lange Fahrt von der Küste in einem Gebirge mit über 2000 m hohen Bergen landet. Auf dem Weg dorthin machten wir noch Halt an einem Milchbauernhof. Alles war sehr touristisch aufgebaut. Man konnte die verschiedenen Ställe besichtigen und sich frische Milch mit einem Automaten in die eigene Flasche füllen lassen. Ein Liter Milch kostet hier nur 1,25€.

Am Abend erreichten wir dann unseren Campingplatz, wo wir wieder unser schön dekoriertes Zelt aufbauten.

Am nächsten Tag ging es dann mal wieder los auf Wasserfalljagd. Ich werde mich dazu kurz fassen, denn Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Am nächsten Tag ging es dann ganz traditionell auf 1. Mai Wanderung. Wir hatten wunderschönes Wetter und einiges vor. 26km und 1000hm, normalerweise ist die Wanderung auf zwei Tage ausgelegt, das war uns aber zu einfach. Also krabbelten wir kurz nach Sonnenaufgang um 6 Uhr aus dem Zelt und machten uns nach dem Frühstück auf den Weg. Die Wanderung führte uns entlang eines Flusses (Elk River), wobei wir jede Menge Wasserfälle, die von seitlichen Zuflüssen verursacht wurden, bestaunen konnten, bis wir schließlich nach etwa vier Stunden den Landslide Lake (dt. Erdrutschsee) erreichten. Dort konnten wir einem Konzert der Frösche lauschen und sogar einen der Musikanten beobachten.

Doch damit nicht genug, wir wollten auch den zweiten See, den „Berg Lake“ sehen. Berg steht hierbei nicht, wie vermuten lässt, für Berg, sondern kommt von dem Wort Eisberg, welches aus dem Deutschen ins Englische übernommen wurde. Dabei steht „Eisberg“ aber für jegliches Eis, das in Wasser schwimmt, also auch für Eisschollen. Damit ist „Eisschollensee“ vermutlich die bessere Übersetzung. Da es aber tatsächlich erst der erste Mai war, war es nur eine einzige, vollständig geschlossene Eisscholle … Naja … der See war halt gefroren und hatte 2m Schnee drauf. Der Weg dorthin war dementsprechend nervenaufreibend. Es war erstaunlich, wie sich innerhalb von vielleicht 30hm die nahezu schneefreie Landschaft in Schneegestöber verwandelte. Zu allem Übel waren nicht einmal Spuren von anderen Wanderern im Schnee zu erkennen, wodurch wir etwas hilflos über die tiefe Schneedecke irrten. Oben angekommen waren meine Schuhe komplett durchnässt. Die Aussicht war schön, aber ob es den einstündigen Kampf wert war … ich weiß ja nicht.

Nach weiteren 4,5 Stunden kamen wir schließlich wieder am Auto an. Erschöpft und mit fast 50.000 Schritten auf der Uhr ging es zurück zum Camp.

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