Nachdem ich am Sonntag wieder mit dem Radsportverein unterwegs war, ging es am Montag wieder an die Arbeit. Da Mercury und Samuel erst am Dienstagnachmittag ankommen, habe ich mich entschieden, bis dahin auf Gabriola zu bleiben.
Am Dienstag ging es dann auf die Fähre. Zurück in Nanaimo sammelte ich die beiden ein und es ging los Richtung Süden. Zuerst einkaufen, Wasserkanister auffüllen und dann Campingplatz suchen. Natürlich war der erste, den wir anfuhren, wieder geschlossen.
Leider regnete es schon seit einer Stunde. Glücklicherweise gab es einen überdachten Picknickbereich, wo wir unser Abendessen kochen konnten. Danach stoppte der Regen zum Glück. Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten, haben wir noch ein Feuer gemacht und den Abend ausklingen lassen.
Nach einer recht kühlen Nacht um den Gefrierpunkt machten wir uns auf zu einem nahegelegenen See. Dort wanderten wir 3h auf einem Berg, der als Halbinsel im See lag. Leider fing es am Gipfel an zu schneien, hageln und regnen … Glücklicherweise waren es immer nur kurze, leichte Schauer. Nachdem wir am Auto waren, fing es dann nach einigen Minuten Sonne plötzlich wieder an, stark zu regnen. Richtiges Aprilwetter eben. Auf der Suche nach einem geeigneten bzw. geschützten Platz für unser Vesper sind wir plötzlich auf einen Hirsch gestoßen. Wenige Minuten später auf eine ganze Herde.





Da der Regen immer stärker wurde, entschieden wir uns, zu einem Gemeinschaftszentrum zu fahren und einfach dort zu essen. Somit verbrachten wir den restlichen Tag dort.
Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Port Renfrew. Auf dem Weg dorthin haben wir noch eine Pause an einem See gemacht und die Sonne genossen, welche sich endlich wieder zeigte.
Unser nächster Campingplatz lag direkt am Strand in einer ziemlich ruhigen Bucht. Wir verbrachten dort aber erstmal nicht so viel Zeit und zogen weiter zum Botanical Beach. Ein Strand mit beeindruckenden Felsstrukturen. Dort wanderten wir mit einigen Kletterpassagen entlang der Küste. Plötzlich konnten wir einen Otter beim Fressen eines Fisches beobachten. Leider war er, nachdem er uns bemerkte, sehr scheu, sodass er nicht zurück zu seinem Essen kehrte, solange wir in der Nähe waren. Ich konnte dennoch ein gutes Bild erlangen.






In den Becken, welche während der Ebbe zum Meer abgeschieden waren, entdeckten wir dann noch lila Seeigel. Am Parkplatz wartete dann zu guter Letzt noch ein tropisch aussehender Vogel (Diademhäher).
Am nächsten Tag ging es dann auf den Juan-de-Fuca-Trail, einen Wanderweg, welcher sich über einen großen Teil der südwestlichen Küste von Vancouver Island erstreckt. Der Weg führte uns entlang der Küste durch den typischen Regenwald hier auf der Insel. Dort entdeckten wir unter anderem Nacktschnecken, die wie Kühe aussehen.












Zurück ging es dann per Anhalter. Nach etwa 20 Minuten Warten, ohne mitgenommen zu werden, entschieden wir uns, langsam entlang der Straße zurückzulaufen. Nach weiteren 15 Minuten wurden wir dann von einem älteren Ehepaar eingesammelt, das uns freundlicherweise bis zum Wanderparkplatz fuhr, an welchem sich mein Auto befand. Er hat uns sogar noch zwei Musik CD’s geschenkt, welche er bei sich zu Hause fast im Alleingang aufgenommen hatte. Diese CD läuft bei uns im Auto jetzt rauf und runter 😉.
Aufgrund des vielen Laufens des letzten Tages entschieden wir uns am nächsten Tag, nur einen alten Baum im „Avatar Grove“ Wald zu besuchen. Am Fluss haben wir dann noch gevespert und den restlichen Tag aufgrund von Regen in einer Kneipe mit Billard und Biertrinken verbracht.




Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Victoria. Auf dem Weg dorthin klapperten wir diverse Strände ab, welche teils atemberaubende Kulissen boten. Einer dieser Strände wurde dann zu unserem Schlafplatz für die Nacht.










Die nächsten beiden Tage gingen wir dann etwas entspannter an. Frisbee spielen auf dem Campingplatz, Sonne tanken, Wäsche waschen, einkaufen etc. Mein Highlight war der Besuch in einer lokalen Brauerei, welche jeden Montag ein „Ausmal“ Event hat. So saßen wir mit 4 anderen erwachsenen Männern in einer Kneipe und haben Bilder ausgemalt. Hier seht ihr mein Kunstwerk:

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