Tag #252 – #254 Powell River & Sunshine coast

   

Written by:

Da uns die Fähre erst recht spät nach Powell River gebracht hatte, gab es nicht viel Zeit bei der Campingplatzsuche, und wir fuhren zum erstbesten noch geöffneten Platz. Mit diesem waren wir aber gar nicht zufrieden. Unser Platz war direkt am Highway in einer Kurve. Dadurch haben wir die ganze Nacht die lauten Trucks gehört, die nach der Kurve beschleunigten. Außerdem hatten wir nicht einmal einen Tisch auf unserer Parzelle, wodurch wir am Morgen erstmal quer über den Campingplatz zum Picknickbereich laufen mussten. Also bauten wir unser Zelt kurzerhand wieder ab und buchten uns auf einem anderen Campingplatz ein. Den Tag verbrachten wir dann mit einem ausgiebigen Spaziergang entlang des „Inland Lakes“. Der See war verglichen mit dem, was ich bereits gesehen hatte, nichts Besonderes. Der Weg führte hauptsächlich durch den Wald, teilweise aber auch über Holzstege entlang des Ufers. Ab und zu hatte man aber auch eine tolle Aussicht auf die vielen kleinen Inseln des Sees. Besonders spannend fand ich aber die riesigen Kaulquappen, die man immer wieder im klaren Wasser beobachten konnte. Diese waren sicherlich 20cm groß und gehören meiner Recherche nach zum „Nordamerikanischen Ochsenfrosch„.

Unser neuer Campingplatz war total schön gelegen, direkt am Strand und mit einigen Aktivitäten in der Nähe. Am Abend haben wir den Sonnenuntergang angeschaut und konnten währenddessen immer wieder Robben beobachten.

Am nächsten Morgen hatte Mercury dann einen „chinesischen Tagesplan“ erstellt. Dabei war alles strikt durchgetaktet, nur das Aufstehen um 7:00 Uhr hat nicht so ganz geklappt. Aber um 8 waren wir dann tatsächlich am Frühstücken. Anschließend ging es zum Frühsport, wo wir keine Schwäche zeigen durften. Danach hatten wir exakt eine Minute Zeit, um jedes Spielgerät auf dem nahegelegenen Spielplatz zu „genießen“. Das war quasi die Belohnung für den Frühsport. Der nächste Programmpunkt war dann ein Museum, dieses war aber leider geschlossen. Alternativprogramm war dann eben noch einmal Sport mit den Fitnessgeräten in einem Outdoor-Fitnessstudio. Dann 10 Minuten zum Duschen und Fertigmachen. Anschließend Zeltabbau. Um Punkt 10 ging es dann zum Minigolf. Leider waren wir 10 Minuten zu früh, weshalb wir im Auto warten mussten. Schließlich waren Abweichungen des Zeitplans strengstens untersagt. Nach exakt einer Stunde Minigolf stand dann eine szenische Fahrt ans andere Ende der Stadt an. Hierbei wurde sehr viel Wert darauf gelegt, dass wir die Umgebung beobachteten und genossen. Dort angekommen gab es dann Mittagspause mit Bierverkostung. Sam und ich haben das jedoch ausfallen lassen, zum Glück war Mercury damit einverstanden. Nach der Mittagspause ging es dann zurück, wobei wir natürlich wieder die Fahrt maximal genießen mussten. Als Nächstes stand „Pickel Ball“, mit zwei Frauen, die wir bei unserem Spaziergang kennengelernt hatten, auf dem Plan. Pickel Ball ist quasi eine einfachere Variante von Tennis. Das Spielfeld ist deutlich kleiner und auch Ball und Schläger sind dementsprechend angepasst. Pickel Ball ist aktuell der absolute Trendsport in Kanada.

Zum Schluss stand eigentlich noch Kajakfahren auf dem Plan, leider hatten alle drei Kajakverleihe keinen Platz mehr für uns, weshalb wir direkt weiter zur nächsten Fähre fuhren. Von dort ging es dann zur sogenannten „Sunshine Coast“ (dt. Sonnenscheinküste).

An unserem Campingplatz angekommen, bauten wir das Zelt auf und machten Abendessen. Anschließend fehlte nur noch der Spaziergang, um den perfekt durchgeplanten Tag zu vollenden. Aufgrund der Dürre der letzten drei Wochen (die uns natürlich bisher zugutekam) wurden Lagerfeuer an diesem Abend erstmals verboten. Deshalb machten wir es uns mit 20 auf der Parzelle verteilten Kerzen gemütlich.

Am nächsten Tag ging es dann auf eine kleine Wanderung. Wir wollten einen 350m hohen Hügel besteigen. Das Besondere war, dass dieser direkt an der Küste lag, wodurch wir einen tollen Ausblick auf die zerklüftete Küstenlandschaft mit den zahlreichen Inseln erhielten.

Gegen Mittag ging es dann zur Fähre, welche uns zum richtigen Festland nach Horseshoe Bay brachte. Von dort war es nur noch eine Stunde bis nach Vancouver. Dort angekommen wurde es etwas kompliziert. Mercury hatte über die Zeit, die wir auf der Insel verbrachten, einem Freund überlassen, dieser war aber noch arbeiten und hatte die Schlüsselkarte für die Tiefgarage. Eigentlich kann Mercury uns über sein Handy hereinlassen, aber das Telefonsystem war kaputt. Zu allem Überfluss war dann auch noch die zweite Schlüsselkarte in seiner Wohnung kaputt, weshalb wir mit dem Ausladen auf seinen Freund warten mussten.

Hinterlasse einen Kommentar