Tag #217 & #218 Vancouver

   

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Etwa eine Stunde nach dem Shannon-Fall erreichte ich die Innenstadt von Vancouver. Hier sammelte ich Sam ein, mit dem ich mich verabredet hatte. Zuerst ging es zum Flughafen. Dort befindet sich ein großes Outlet. Ich hatte vier lange Jeanshosen aus Deutschland dabei. Eine habe ich zum Arbeiten benutzt, wodurch sie total dreckig wurde. Die zweite ist plötzlich beim Hinsetzen gerissen und Nummer drei und vier waren wohl nicht robust genug für den Trockner, der hier allgegenwärtig ist. Somit nutzte ich die Gelegenheit und kaufte zwei neue Levis-Jeans für insgesamt ~90€. Sooo günstig. Anschließend fuhren wir in ein Wohngebiet. Hier hat Sams Vater einen privaten Campingvan gemietet, wofür wir die Schlüssel eingesammelt haben. Danach sind wir zu Mercurys Wohnung gefahren um ein paar Campingsachen einzusammeln. Der ist übrigens immer noch in Nelson. Er konnte uns zwar ferngesteuert die Tür öffnen, hatte aber keine Zeit, uns zu erklären, wo wir die Campingsachen finden. Nachdem wir etwa zwei Stunden gewartet und zwischenzeitlich Abendessen gemacht hatten, brachte ich Sam zurück ins Hostel. Ich nutzte die Gelegenheit und verbrachte die Nacht in Mercurys Gästezimmer. Endlich wieder ’n richtiges Bett. Die Matratze war weich, sehr weich, vor allem im Vergleich zu meiner 3-cm-Isomatte. Ehrlich gesagt war sie mir sogar zu weich. Dafür war die Aussicht aus dem zwölften Stock ganz nett.

Am nächsten Tag wurde ich von gleißendem Sonnenschein geweckt. Anders als im Wald ballert die Sonne hier schon um 6:50 Uhr ins Schlafzimmer. Dafür hatte ich dann viel Zeit, um meinen letzten Blogbeitrag zu schreiben. Außerdem musste ich mein Auto etwas organisieren. Alles, was ich aktuell nicht brauche, raus. Platz machen für die Campingausrüstung von Mercury. Sam kam in der Zwischenzeit auch zurück zur Wohnung. Gegen zwölf klingelten wir Mercury schließlich aus dem Schlaf. Ich hab echt keine Ahnung, wie das bei unserem Campingausflug wird. Aber ich hab ihm klargemacht, dass ich ihn allein zurücklasse, wenn er nicht bereit ist, wenn ich los will.

Also, wir durchwühlten seine Ausrüstung und luden alles Sinnvolle in mein Auto, das ist jetzt quasi bis zum Rand gefüllt.

Anschließend nutzten wir das endlich wieder schöne Wetter und liefen zum Granville Island Markt. Darüber habe ich im Beitrag Tag #118 – #120 Vancouver bereits ausführlich berichtet.

Am Abend kochten wir wieder in der Wohnung und trafen uns danach in der Stadt mit zwei Zimmergenossen von Sam. Zwei Jungs aus Südkorea – es war total interessant, sich mit ihnen auszutauschen, auch wenn die Sprachbarriere durch das beidseitig nicht perfekte Englisch manchmal Probleme machte. Die Jungs führten uns außerdem noch in einen koreanischen Trend ein, bei dem man ein Foto macht, aber sich nicht so verhält, als würde man ein Foto machen.

Für mich ging es leider schon bald zurück, denn meine Fähre nach Vancouver Island ging bereits um 8:40 Uhr. Das bedeutet: eine Stunde vorher am Hafen, halbe Stunde Fahrt und Auto packen + Wohnung aufräumen. Daraus resultierte, dass mein Wecker um 5:30 Uhr klingelte.

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