Tag #211 – #213 Pemberton

   

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Mit den ersten Sonnenstrahlen um 6:45 Uhr begann mein erster richtiger Urlaubstag. Da es an dem Stellplatz kein Handynetz oder sonstige Unterhaltung nach Sonnenuntergang gab, war bereits um 9 das Licht aus. Die Nacht war ruhig und erstaunlich warm. Ich wachte zwar einmal mitten in der Nacht auf und hatte etwas Probleme mit dem Einschlafen, aber das lag wohl eher an der ungewohnten Umgebung. Mein Konzept mit Fleecepulli, dicker Fleece-Jogginghose, Schlafsack und Bettdecke, ganz nach dem Zwiebelprinzip, scheint aber definitiv zu funktionieren. Es war gar nicht so einfach, am Morgen aus dem warmen Schlafsack in die etwa 0°C kalte Umgebung zu klettern. Da ich kein Frühstück hatte, hab ich gleich mal den Motor angeworfen und bin in die nächste Stadt gefahren. Pemberton. Dort holte ich mir bei einer Bäckerei leckere Croissants und ein Baguette. Ein Teil davon gab es dann zum Frühstück. Anschließend ging ich auf eine Wanderung vom „Eine Meilen See“ zu dem Nairn-Wasserfall.

Die Besonderheit an diesem Wasserfall war, dass er in einem geschlossenen Becken endet und dann unterirdisch in ein anderes Becken läuft, von wo aus der Fluss weiterführt.

Während der Wanderung fing es dann leicht an zu schneien. Naja, es ist halt erst Ende März. Es hörte aber auch schon bald wieder auf. Den restlichen Tag verbrachte ich mit Einkaufen und Schlafplatzsuche.

Am nächsten Tag ging es dann los zu den Jeffry Lakes. Drei wunderschöne Gletscherseen. Da diese auf einer Höhe von 1200 bis 1600 m lagen, waren sie aber leider noch gefroren. Ringsrum lag über einen Meter Schnee, dank vieler Wanderer und Tourenskifahrer war der Weg aber perfekt plattgewalzt. Teilweise so hart und glatt, dass ich sehr froh über meine Grödeln war.

Auch ein Wasserfall darf auf dem Weg natürlich nicht fehlen.

Oben angekommen gab es dann Vesper, dieses musste ich aber hart gegen ein paar sehr neugierige Vögel verteidigen. Die sogenannten Meisenhäher gehören, anders als ihr Name vermuten lässt, nicht zu den Meisen, sondern zu den Rabenvögeln.

Auf dem Rückweg habe ich dann noch einige Touristen gesehen, welche den wirklich steilen Weg teilweise mit Turnschuhen besteigen wollten. Keine Ahnung, wie weit sie gekommen sind. Ich hatte trotz Wanderschuhen und Grödeln schon nicht immer guten Halt.

Mein Campingplatz hier liegt am Lillooet Lake, welcher nach Sonnenuntergang einen perfekten Spiegel darstellte. Sehr idyllisch und ich war bis auf ein Pärchen an einem Abend wieder allein.

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