Kurze Info vorweg: Ich habe inzwischen alle Bilder im letzten Beitrag ergänzt.
Diese Woche war tatsächlich unsere letzte Woche im Waldbrandgebiet. Am Montag hatten wir wieder den Hubsteiger-Lkw dabei. Wir hatten zwei gigantische Kiefern in einem Wohngebiet, weshalb wir hier jeden Ast häckseln mussten. Das beschäftigte uns fast den ganzen Tag und füllte den LKW bis zum Rand. Komischerweise hatten wir keinen Ort, wo wir die Hackschnitzel abgeben konnten, weshalb wir den LKW die restliche Woche stehen lassen mussten. Außer etwas Schneefall am Donnerstag, welcher am Nachmittag wieder komplett geschmolzen war, gab es dann jedoch nichts Spannendes mehr.
Am Freitag habe ich für meine Gastgeberin gearbeitet und anschließend ging es nach Kelowna. Dort habe ich mich mit Vince getroffen, denn wir wollten aufs Timmy Trumpet Konzert. Timmy Trumpet ist ein australischer DJ für Techno-Musik, spielt währenddessen aber immer wieder einige Töne auf der Trompete. Wir bereiteten uns mit ein paar Bieren, Chickenwings und anderen Snacks auf das Konzert vor. Dieses fand in einer ehemaligen Kirche statt, nur eine Viertelstunde zu Fuß von Vincs Wohnung entfernt. Pünktlich um 21 Uhr dort angekommen, sahen wir durch die Fenster jedoch nur eine leere Halle und dachten, wir wären die ersten. Auf der anderen Seite des Gebäudes fanden wir dann jedoch die Schlange. Ging aber alles ganz schnell. Drinnen gab es leider keine Garderobe. In Nordamerika ist Laufen ja nicht so üblich, und der Weg vom warmen Auto zur Party wurde von den meisten Leuten einfach ohne Jacke bewältigt. Na ja, wir mussten unsere Jacken dann eben den ganzen Abend herumschleppen. Die Stimmung war richtig gut und die Musik, Techno eben – man muss einfach in der richtigen Stimmung sein und das war ich zu dem Zeitpunkt definitiv. Zuerst waren verschiedene DJ’s auf der Bühne. Jeweils etwa 1,5 Stunden. Nach 3 Stunden war dann aber langsam die Luft raus und immer noch keine Spur von Timmy Trumpet. Da ich hier für die Arbeit ja immer schon sehr früh aufstehen muss (~ 4:30), war ich schon ziemlich müde und wirklich froh, als er schließlich um eins auf die Bühne kam. Wir blieben noch etwa eine Stunde, aber man merkte einfach, dass es nicht nur mir so ging … Die Luft war einfach schon raus. Dennoch hatte ich jede Menge Spaß. Als wir um zwei beschlossen, zu gehen, gab es dann noch eine Schlägerei, wobei einer der Beteiligten dermaßen die Kontrolle verlor, dass er rausgeworfen wurde und alle Türen für ungefähr fünfzehn Minuten verschlossen blieben.


Anschließend wollten wir noch ins Gasthaus zum goldenen M. Leider standen wir hier vor verschlossener Tür. Lediglich der „Drive-in“ hatte noch offen, weshalb wir uns mit zwei anderen, die zufällig den gleichen Plan wie wir verfolgten, zwischen den Autos einreihten. Da aber nicht wirklich was voranging und wir anders als die meisten nicht in einem warmen Auto saßen, gingen wir weiter zu einer Tankstelle. Dort gabs ganz nostalgisch für mich ein Kinder Bueno und Vince kaufte sich Slusheis (natürlich, in Kanada braucht man bei –2 °C Eis – ist ja quasi Sommer).
Am nächsten Tag gingen wir dann noch Frühstücken und ich fuhr nach Hause. Außer ein bisschen Einkaufen und Bilder Organisieren war dann aber für diesen Tag nicht mehr drin.
Am Sonntag musste ich noch ein paar Stunden für meine Gastgeberin arbeiten und war dann Langlaufen. Auch hier zeigt sich der Klimawandel… In Salmon Arm ist der Schnee inzwischen fast überall geschmolzen und auch im Skigebiet hat es in den vergangenen Tagen in den Schnee geregnet, wodurch die Bedingungen nicht optimal waren. Ich habe natürlich den wärmsten Winter in den letzten 60 Jahren erwischt. Für die Arbeit ist das zwar ganz angenehm, aber ein Desaster für die Skigebiete.


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