Am Sonntag sind wir dann nach Salmon Arm gefahren. Auf dem Weg noch geschwind gefrühstückt und dann ging es über den Coquihalla Highway auf die andere Seite der „North Shore Mountains“ (dt. Nordküstengebirge). Ich wurde oft vor dieser Straße gewarnt, da es dort wohl oft zu Schneechaos und vielen Unfällen kommt. Doch wir hatten Glück, die Straßen waren frei. Als wir dann ins anderthalb Stunden entfernte Kamloops kamen, fing es an zu schneien. Durch die etwa –8 °C kalte Umgebung war der Schnee wie Staub und wurde anfangs durch die Autos auf dem Highway einfach weggefegt. In Salmon Arm angekommen, war dann aber alles weiß. Schneebedeckte Fahrbahn, doch wir haben es problemlos geschafft. Den restlichen Abend verbrachten wir entspannt mit Abendessen und Kartenspielen.
Am nächsten Tag ging es zur ersten Wanderung. Enderby Cliff – dort war ich bereits (Tag #74- #79 Enderby Cliff) bevor der Schnee kam, und es war einfach die schönste Wanderung in der näheren Umgebung. Wir kämpften uns den verschneiten und rutschigen Wanderweg hoch und wurden dann aber von einem wunderschönen Ausblick auf die Winterlandschaft belohnt.


Da wir anschließend noch Zeit hatten, fuhren wir noch nach Vernon zum Kalamalka Provinz Park (Tag #68 – #73 Kalamalka (Vernon) ). Hier haben wir sogar einen Weißkopfseeadler gesehen. Leider nur aus der Ferne.



Anschließend haben wir uns noch mit Gordon, den ich bei den Eisenbahntrassen kennengelernt habe (Tag #60 – 67 Kelowna), zum Abendessen getroffen.
Für den Mittwoch war der Emerald Lake geplant. Auch dort war ich schon mehrere Male, doch es ist einfach der schönste Ort, welcher von Salmon Arm an einem Tag erreicht werden kann. Dort liefen wir eine Runde um den nun fast vollständig eingefrorenen See.





Der Weg verlief durch etwa einen Meter tiefen Schnee. Zum Glück waren schon ein paar Leute vor uns und haben den Schnee platt getrampelt. Bei Gegenverkehr ausweichen war aber immer sehr spannend und man musste sich bemühen nicht im Tiefschnee zu versinken.

Anschließend haben wir noch an der Natural Bridge (Tag #6-8 Banff & Yoho) angehalten. Es ist wirklich immer wieder interessant Orte nun auch im Winter zu besuchen.




An Silvester sind wir dann zu den lokalen Wasserfällen um Salmon Arm gefahren. Der erste Stopp war der Marget Falls. Dort war ich in meiner ersten Woche in Salmon Arm (Tag #18 – #24 Salmon arm). Diesmal war jedoch alles vereist.







Anschließend ging es noch zum Syphon Falls. Dort war ich tatsächlich noch nie. Aber auch hier gab es beeindruckende Eisformationen. Das Eis war so dick, dass man über den darunter fließende Bach laufen konnte.


Am Abend waren wir dann in einem Italienischen Restaurant. Auf dem Tisch lag wunderschöne Deko. Party Hüte, Tröten, Glitzerketten, „Happy New Year“ Krönchen und Brillen.

Während des Essens wurde dann noch Preise verlost, wo ich einen Italienischen Wein gewonnen habe. Pünktlich zum Neujahr gab es dann Sekt. Allerdings nicht zu Neujahr in Salmon Arm, sondern zu Neujahr an der Ostküste. Wir mussten also drei mal Neujahr feiern. Einmal um 15 Uhr mit Deutschland, einmal um 21 Uhr mit der Ostküste und einmal tatsächlich um Mitternacht.


Dadurch dass in dem Restaurant Neujahr schon um neun eingeleitet wurde waren wir um zehn die letzten dort. Also beschlossen wir noch zu Setters (die Kneipe mit Live-Musik) zu gehen. Doch selbst dort war die Stimmung nicht so Geladen wie man es von deutschen Silvesterpartys gewohnt ist. Wir mussten von dort auch noch heim fahren, da es zu Fuß über 45 Minuten wären. Deshalb fuhren wir um halb zwölf zurück damit wir alle noch ein Bier trinken konnten. Feuerwerke gibt es hier in Kanada übrigens keine, deshalb gab es auch nichts wirklich zu verpassen.
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