Tag #80 – #86 Revelstoke & Larch Hills

   

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Diese Woche haben wir wieder einige vom Waldbrand zerstörte Bäume gefällt. Da am Montag die Oma meines Kollegen verstorben ist, mussten wir die Arbeit dort jedoch unterbrechen. Bis Mittwoch ist der Kollege daheimgeblieben und wir haben die anderen beiden Teams unterstützt.

Außerdem habe ich diese Woche meinen Rückflug umgebucht. Nach reichlicher Überlegung habe ich mich dafür entschieden, bereits am 15. Mai zurückzufliegen. Somit habe ich noch genügend Zeit, um im Winter Ski zu fahren und im Frühjahr die Region um Vancouver zu erkunden. Für die 10 000 km lange Rundreise in den Osten Kanadas werde ich aufgrund des langen Winters in diesem Land wahrscheinlich keine Zeit mehr haben. Ich werde aber sicherlich eine Alternative finden.

Außerdem werde ich noch drei Tage in Island verbringen, da ich dort sowieso einen Zwischenstopp habe.

Freitag

Eigentlich wollten wir am Sonntag einen Ausflug machen, aufgrund der besseren Wetterprognose sind wir jedoch schon am Freitag nach Revelstoke gefahren. Dort angekommen lagen die Berge leider im Nebel und es regnete … Der Wetterbericht für die Berge ist hier nicht der Beste … Im Visitor Center wurden wir dann darüber informiert, dass der Mt. Revelstoke Nationalpark aufgrund der Jahreszeit bereits geschlossen war. Die nächste Enttäuschung kam, als nicht einmal die Gondel ins Skigebiet lief. Eigentlich wollten wir damit auf den Berg fahren, um etwas im Schnee zu spazieren. Aber dort war die Sommersaison eben auch vorbei und für den Skibetrieb lag noch nicht genügend Schnee. Deshalb haben wir uns entschlossen, zwei Wasserfälle zu besichtigen.

Am ersten Wasserfall war eine große „recreation site“. Ein kostenfreier Campingplatz, der tatsächlich sogar noch von einigen Wohnmobilen besucht war. Der Weg zum Wasserfall führte uns durch einen idyllischen, moosbedeckten Wald.

Am zweiten Wasserfall war einfach die Zufahrtsstraße mit einer Schranke blockiert. Das konnte uns jedoch nicht aufhalten und wir nahmen die vierzig Minuten zusätzlichen Fußmarsch auf uns. Dafür waren wir natürlich die einzigen am Wasserfall.

Samstag

Am Samstag haben wir etwas für unsere Gastgeberin gearbeitet und ich habe Essen für die Woche vorgekocht. Am Abend wollten wir dann auf einen Weihnachtsmarkt. Da es am Weihnachtsmarkt keine Parkmöglichkeiten gab, musste man in der Stadt parken, von wo aus dann ein Shuttlebus zum Weihnachtsmarkt eingerichtet war. Als wir dort um kurz nach vier ankamen, wurden wir bereits darauf hingewiesen, dass wir vermutlich nicht vor fünf ankommen würden und dann die Stände bereits schließen. Lediglich im Restaurant gibt es noch Bewirtschaftung bis acht Uhr. Wir entschieden uns trotzdem hinzugehen. Nach etwa zwanzig Minuten in einer Warteschlange vor dem Bus wurden wir schließlich auch mitgenommen. Der Weihnachtsmarkt war recht süß, auf einem Hügel gelegen, mit lauter Ständen, wo Selbstgemachtes und andere zum Verschenken geeignete Gegenstände verkauft wurden.

Jedoch gab es bis auf einen Suppen- und einen Kaffeestand weder Essen noch Getränke. KEIN GLÜHWEIN!!! Also haben wir uns in die Schlange für das Restaurant angestellt. Nach einigen Minuten wurden wir informiert, dass wir noch mindestens 1,5 Stunden anstehen müssen. Das war uns zu viel und wir traten den Rückweg an. Dafür gab es dann eben einen Bisonburger für mich in einer Brauerei in Salmon Arm. Dieser war sehr lecker.

Sonntag

Am Sonntag sind wir nach Larch Hills (Langlaufloipen von Salmon Arm) gefahren. Dort sind wir dem Schneeschuhweg gefolgt, jedoch ohne Schnee und ohne Schneeschuhe. Bei leichtem Niesel sind wir durch ein Sumpfgebiet gelaufen. Nicht gerade optimal für die Füße, aber sehr schön. Plötzlich entdeckte ich eine Eule, keine 5 Meter neben mir.

Ein Bartkauz

Der Weg führte weiter entlang eines idyllischen Sees, welcher sich in einer großen Palette von Grüntönen präsentierte.

Anschließend sind wir noch in die Stadt in ein paar Läden gefahren. Hier gibt es zum Beispiel den „Bulk Barn“ wo alle Lebensmittel unverpackt in großen Behältern sind. Diese kann man sich in Tüten oder in eigene Behälter umfüllen. Bezahlt wird dann nach Gewicht. Es gibt fast alles, was man sich vorstellen kann. Nüsse, Haferflocken, Bohnen, Linsen, Nudeln, Reis, aber auch Suppenpulver, Kakao, Smarties und Schokoriegel.

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