Tag #49 – 52 Gun show & autokauf

   

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Donnerstag und Freitag war ich normal arbeiten. So langsam komme ich gut rein und kenne meine Aufgaben.

Am Samstag war ich bereits um 7 Uhr wach. Ich habe jetzt einfach einen anderen Schlafrhythmus. So konnte ich aber entspannt frühstücken und mich fertig machen, denn um 9 Uhr ging es los zu einer „Gun show“. Dabei handelte es sich quasi um einen Flohmarkt, auf dem alle möglichen Schusswaffen, Messer und dazu passende Ausrüstung verkauft wurden. Der Umgang mit dem Thema ist kaum zu vergleichen mit dem in Deutschland. Für 5$ (3€) konnte jeder den Flohmarkt betreten, es gab keine Security oder irgendwelche Kontrollen. In der Halle waren Tische aufgebaut wie bei einem Flohmarkt, doch statt Spielzeug, Klamotten oder anderen Utensilien lagen hier Gewehre und Pistolen jedes Kalibers. Hauptsächlich Jagdgewehre, aber auch militärische und Sportwaffen waren vorhanden. Ich habe mir ein Fernglas für 13€ gekauft. Alt und leicht ramponiert, aber die Sicht ist gut und perfekt scharf.

Nach dem Waffenflohmarkt ging es dann zum Autohändler, denn ich wollte endlich ein Auto kaufen. Wir machten eine Probefahrt und mir gefiel das Auto gut. Allerdings war es auch für über 7000€ auch recht teuer. Vorerst kaufte ich das Auto nicht, da ich noch eine Besichtigung eines anderen Autos geplant hatte. Ich war wirklich hin- und hergerissen. Habe mich dann nach etwas Überlegung und Rücksprache mit meiner Mutti eigentlich schon entschieden. Dennoch ging es zum anderen Auto. Dort wurde mir klar, wie klein dieses Auto tatsächlich ist und dass ich darin sicherlich nicht schlafen konnte. Also ging ich ohne Probefahrt auf direktem Weg zurück zum Händler und kaufte das erste Auto. Ein Hyundai Santa Fe – ganz amerikanisch. 3,5 l Hubraum verteilt auf sechs V-förmig angeordnete Zylinder mit sage und schreibe 276 PS. Beim Fahren merkt man davon aber nicht viel … Mein Fiesta mit 100 PS beschleunigt gefühlsmäßig nicht langsamer. Dafür gibt es darin gerade genug Platz, um darin zu schlafen. Außerdem hat das Auto Allrad und Sitzheizung, perfekt für den Winter, Bluetooth, damit ich bei meinen Roadtrips auch deutsche Lieder hören kann, und eine Dachreling, falls ich mehr Gepäck transportieren möchte. Beim Kauf des Autos habe ich übrigens mein Kreditkartenlimit bis auf 250 € ausgereizt, denn eigentlich wollte ich nicht so viel Geld für ein Auto ausgeben, aber ich wollte auch nicht noch länger suchen. Zudem muss man hier beim Kauf noch 12 % Steuern zahlen (auch bei Privat-zu-Privat-Kauf) und die Versicherung muss auch direkt bezahlt werden, was für mich auch 1.600 € waren. Allerdings hauptsächlich, da ich keine Fahrerfahrung nachweisen konnte. Wenn ich meinen Führerschein zu einem kanadischen Führerschein umtausche, kann ich mir einen Teil des Geldes zurückholen, da mir die Fahrerfahrung dann anerkannt wird. Da ich die genauen Preise für Versicherung und Steuern aber nicht kannte, hatte ich die ganze Zeit Angst, mein Kartenlimit würde nicht ausreichen. Am Ende wars dann fast eine Punktlandung.

Mein neues Auto

Der Autokauf hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Ich saß über zwei Stunden im Büro des Händlers. Die meiste Zeit wartend, da der Verkäufer ständig zwischen mir und anderen Kunden hin- und herwechseln musste. Dennoch schaffte ich es auf die Minute pünktlich ins Kino. Dort wurde mir zuerst gesagt, dass alles ausverkauft ist, jedoch haben sie dann doch noch einen Platz für mich gefunden. Kaum saß ich an meinem Platz, bekam ich eine Nachricht von meinem Chef. Notfallfällung – wenn möglich, soll ich mich bereitmachen, zu arbeiten. Bezahlt werde ich zu 1,5-fachem Lohn und die Zeit zählt 30 Minuten, bevor ich überhaupt davon erfahren habe, bis ich wieder zu Hause bin. Also wieder raus aus dem Kino, heimgefahren und fertiggemacht. Dort wurde ich dann abgeholt. Wir sind 45 Minuten zu einem Baum gefahren, welcher Feuer gefangen hatte und nah an der Stromleitung stand. Der Brand war bereits gelöscht. Innerhalb von 20 Minuten fällten wir den Baum und fuhren wieder zurück.

Zum Abendessen bin ich dann in die Stadt gefahren, da ich keine Lust hatte zu kochen. Außerdem bin ich ja jetzt endlich mobil🥳. Damit ging ein sehr actionreicher Samstag für mich vorüber.

Am Sonntag musste ich dann leider wieder arbeiten, diesmal für meine Gastgeberin. Nach dem Mittagessen war ich aber noch im Baumarkt und habe mir Campingausrüstung gekauft. Ich habe jetzt eine Luftmatratze, die perfekt in mein Auto passt, einen Schlafsack bis –5 °C, eine Campinglampe, einen Wasserkanister und einen Campingkocher mit Topf und Pfanne. Wenn das Wetter passt, will ich damit nächstes Wochenende gleich mal auf Tour gehen.

Mein Campingmobil

Heute Abend ist dann noch ein junges Pärchen in die Wohnung eingezogen. Es war sehr schön, sich mal wieder mit Leuten in einer ähnlichen Situation zu unterhalten.

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