Tag #25-31 Hoffest in Armstrong

   

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Eine weitere Woche ist vergangen und ich melde mich hier mal wieder. Kaum zu glauben, aber ich bin jetzt bereits seit einen Monat in Kanada.

Meine Mitbewohnerin (40+) ist am Freitag auf ein Date gegangen. Am Samstagmorgen war ich nicht arg verwundert, dass sie nicht wieder da war. Aber nachdem selbst Montag um 10Uhr keine Spur von ihr war, wurde ich etwas stutzig. Ich erfuhr von meiner Gastgeberin, dass sie ihr wohl am Sonntag nach 22 Uhr eine Nachricht geschickt hat, dass sie nicht mehr zum Arbeiten kommen möchte. Das führte natürlich zu etwas Verwirrung und Chaos, da niemand damit gerechnet hatte.

Dennoch habe ich meine Arbeit mit der Brennholzproduktion normal fortgeführt. Leider habe ich nur eine kabelgebundene Kettensäge, was bedeutet, dass ich mir Totholz aus dem Wald suchen und von Hand an meinen Sägeplatz ziehen musste. Es geht also im wahrsten Sinne des Wortes nur sehr schleppend voran.

Meine Freizeit bestand wieder hauptsächlich aus Mountainbike fahren und Bewerbungen schreiben. Außerdem war ich auch wieder im Kino. Die Tickets sind einfach unfassbar günstig. So kosten die Filme meist nur etwa 5€.

Am Freitag habe ich das Nachtleben der Stadt erkundet. In zwei Bars gab es Live Musik. Ein Freund meiner Gastgeberin nahm mich freundlicherweise mit. Bei der ersten Bar war nichts los. Ein paar Leute saßen an den Tischen, tranken und aßen, aber Partystimmung ist anders. Also ging es trotz ~10€ Eintritt bald weiter zur nächsten Bar. Hier war etwas mehr Betrieb und ein paar Leute waren auf der Tanzfläche. Ich blieb bis zum Ende und habe noch mit ein paar Einheimischen gesprochen. Hier war aber auch niemand jünger als 30. Leider war nicht viel Zeit zwischen „Musik aus“ und Räumung der Bar, sodass der Kontaktdatenaustausch nicht mehr stattfand. Plötzlich waren einfach alle weg…

Nach der anstrengenden Nacht war mein Samstag sehr ruhig. Ich habe etwas Frisbee Golf geübt und war im Kino.

Am Sonntag war im Nachbarort ein großes Hoffest. Die Distanzen sind hier allerdings etwas größer, weshalb der Nachbar Ort 25km entfernt liegt. Ich machte also eine ausgiebige Radtour, die sich aber definitiv gelohnt hat. Hier wurde neben vielen Verkaufsständen mit regionalen Produkten auch eine Oldtimer Ausstellung mit „Oldtimer Pflügen“ geboten.

Dampfbetriebener Traktor – Der Fahrer – etwas jünger als das Gefährt
Standmotor zum Betreiben einer Kornmühle
Auto von 1912 kurz nach dem Start. Läuft noch nicht so ganz rund. Der Fahrer muss den Zündzeitpunkt und die Gemischbildung ständig anpassen.

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