Tag #18 – #24 Salmon arm

   

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Am Montag ging dann meine Reise weiter. Ich fuhr mit dem Bus wieder nach Salmon Arm. Dort angekommen realisierte ich, dass der Bus mich auf genau der anderen Seite der Stadt aussteigen lassen hatte. Ich musste also entweder eine Stunde auf den Linienbus warten und eine weitere halbe Stunde damit fahren oder 1,5 Stunden laufen. Das Wetter war schön und ich saß bereits fünf Stunden in einem Bus, weshalb ich mich entschied, die Strecke zu laufen. Der Weg war okay, nur führte er die ganze Zeit entlang einer großen Straße mit schnellen Autos was etwas nervte. Mein Ziel war das Haus meiner Gastgeberin. Dort habe ich nun ein kleines Zimmer mit Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsbadezimmer mit ein bis drei weiteren Helfer:innen.

Endlich konnte ich meine ganzen Klamotten aus dem Koffer ausladen und in Schränke verstauen.🥳

Am nächsten Morgen machte ich zuerst einen kleinen Rundgang auf dem Gelände. Es gibt hier zwei größere Häuser. Ein mit Garage, die zur Werkstatt umfunktioniert wurde und das andere, in dem wir leben. Das Haus mit der Garage ist unbewohnt und wird aktuell renoviert. Das Grundstück ist sehr groß, wobei nur ein Teil davon bewirtschaftet wird. Hier stehen mehrere alte Autos, oft fehlt dabei ein Großteil der Komponenten…

Meine Aufgabe bestand in der ersten Woche daraus Stöcke, welche von meinen Vorgängern gesammelt wurden, auf die richtige Länge zu sägen. Die dünnen Stöcke sollte ich dann bündeln und die dickeren als Holzbiege aufsetzen.

Die ersten Holzbündel

Ich arbeite hier fünf Tage die Woche für fünf Stunden. Gleich am ersten Nachmittag wurde ich von einem Freund meiner Gastgeberin abgeholt. Er fuhr mit mir durch die Gegend. Zuerst folgten wir einem Fluss, welcher sich zwischen den gigantischen Zedern entlang schlängelt, bis wir schließlich einen Wasserfall erreichten.

Die Bäume waren für mich fast genauso beeindrucken wie der Wasserfall. Da sich Salmon Arm auf gerade einmal 350m befindet, werden diese hier deutlich größer als in den Höhenlagen der Rocky Mountains, wo ich mich bisher befand. Calgary liegt auf 1200m.

Anschließend fuhren wir noch auf einen Berg mit einer schönen Aussicht auf die Stadt.

Meine restliche Freizeit verbrachte ich mit:

  • Frisbee Golf spielen
  • Durch die Stadt bummeln
  • Besuche in einem Thrift Shop (Gebrauchtwaren Laden). Dort haben wir auch ein Mountain Bike gekauft, welches mir nun zur Verfügung steht.
  • Dem Besuch bei einem Eishockeyspiel
  • Besuch in einem Heimatmuseum

Tag #23

Gestern war ich an meinen freien Tag mit dem Mountainbike unterwegs. Zehn Minuten von hier gibt es einen großen Park mit vielen Mountainbike Strecken. Leider habe ich kurz nach dem höchsten Punkt eine Schraube des Schaltwerks verloren, wodurch ich nicht mehr treten konnte. Ich schaffte es glücklicherweise dennoch rechtzeitig zurück, jedoch mit deutlich weniger Spaß. Generell sind die Fahrradwege hier viel besser als in Canmore. Das Wetter ist weiterhin gut und ich werde sicher wieder eine Gelegenheit bekommen, den Park komplett zu erkundigen.

Das Eishockey Spiel war total spannend. Die Mannschaft von Salmon Arm „Silverbacks“ lagen mehrfach hinten, konnten jedoch bis Spielende ein Gleichstand aushandeln. In der Verlängerung waren sie dann plötzlich klar die stärkere Mannschaft, konnten aber kein Tor mehr erzielen. Im „shoot out“ (ähnlich dem 11m Schießen) haben sie dann aber letztendlich doch verloren.

Salmon Arm Silverbacks vs Trail Smoke Eaters

Mit dem Eishockeyspiel habe ich auch ein weiteres Nebenziel erreicht.

Tag #24 Heimatmuseum Salmon Arm

Heute habe ich mir zum Frühstück typisch amerikanische Pancakes gemacht. Frische Brötchen gibt es hier nicht, zumal das nächste bäckerähnliche Geschäft 20 Minuten mit dem Fahrrad entfernt ist. Deshalb waren die Pancakes meine bestmögliche Alternative für ein ausgelassenes Sonntagsfrühstück.

Anschließend war ich im Heimatmuseum der Stadt. Hier befindet sich eine kleine Stadt im Stil Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Region besiedelt wurde. Am interessantesten fand ich, dass sie in den ersten acht Jahren täglich nur für sieben Stunden Strom von Dieselaggregaten hatten. Erst dann wurden sie ans Stromnetz angeschlossen.

Danach habe ich noch einen kleinen Abstecher auf den „Little Mountain“ (kleiner Berg) gemacht, von wo ich eine schöne Aussicht auf See und Stadt hatte.

Eine Antwort zu „Tag #18 – #24 Salmon arm“

  1. Avatar von Tag #121 – #124 Urlaub zwischen den Jahren – Rees on the Road
    Tag #121 – #124 Urlaub zwischen den Jahren – Rees on the Road

    […] gefahren. Der erste Stopp war der Marget Falls. Dort war ich in meiner ersten Woche in Salmon Arm (Tag #18 – #24 Salmon arm). Diesmal war jedoch alles […]

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