Tag #20/#1 Anreise Kanada

   

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Unser heutiger Tag begann außergewöhnlich früh um 7:00 Uhr. Die übrigen Sachen mussten im Rucksack und Koffer verstaut werden und dann ging es auch schon los in Richtung Flughafen. Am Flughafen hieß es dann Abschied nehmen. Meine Mutter, ihr Mann und mein Bruder musste das Wohnmobil zurück bringen, während ich meinen Flug nach Calgary antreten musste. Ab hier war ich ganz auf mich alleine gestellt.

Bei der Kofferabgabe habe ich das Ausmaß der Shopping Ausflüge dann auch in Zahlen zu Gesicht bekommen. Obwohl ich auch Klamotten in den USA entsorgt habe, hatte mein Koffer nun 24kg anstelle der 21kg beim Abflug. Damit eigentlich auch 1kg Übergepäck. Die Dame am Schalter hatte damit jedoch kein Problem 🙂 Ich bekam mein Flugticket – aber ohne Sitzplatz.

Während ich auf das Boarding wartete, wurden immer wieder Durchsagen gemacht, dass Freiwillige ihr Handgepäck doch noch als Aufgabegepäck abgeben sollen, da das Flugzeug ausgebucht sei. Die Befürchtung, dass ich im Flugzeug nur einen Stehplatz erhalte wuchs immer weiter…

Schließlich wurde mir glücklicherweise beim Boarding ein neues Ticket ausgedruckt, diesmal mit Sitzplatz Zuweisung. Aber nicht nur das, es war ein Fensterplatz und dazu blieb der Mittelsitz auch noch leer – Jackpot. Ich hatte also mehr Platz als in der „Eco+“ Klasse und keinen Cent extra bezahlt. Der Flug verlief problemlos. Ich konnte sogar ein paar Canyons von oben begutachten.

In Calgary angekommen musste ich zuerst zur Sicherheitskontrolle. Hier wurde an einem Automaten ein Foto von mir gemacht und meine Fingerabdrücke gescannt. Außerdem musste ich ein paar Fragen beantworten. Die Fragen waren hauptsächlich sehr nachvollziehbar wie z.B.: „Haben Sie eine Schusswaffe bei sich?“

Anschließend musste ich noch zu einem Grenzbeamten der meinen Reisepass prüfte und mich dann weiter zur Kofferausgabe und zu einem Einwanderungsbüro schickte. Bei diesem Einwanderungsbüro handelte es sich um 3 Schalter und einen großen Warteraum mit etwa 50 Stühlen – Ich war allein. Ich zog eine Nummer (392), welche aber direkt angezeigt wurde. Da niemand außer mir hier war ging ich zum Schalter wo ich jedoch abgewiesen wurde mit der Aussage: „Wir sind alle beschäftigt.“ Na gut, nach etwa 20min Warten wurde dann die Nummer 393 aufgerufen. Ich ging zum Schalter, zeigte noch einmal meinen Nachweis der Auslandskrankenversicherung und erhielt meine Arbeitserlaubnis.

Vom Flughafen wurde ich von einem hoteleigenen Shuttlebus abgeholt. Im Hotel hatte ich etwas Zeit und habe mich so schonmal für den Autokauf informiert. Ich habe mich im Voraus wirklich wenig informiert. Zum einen, da ich in Deutschland die Zeit dafür einfach nicht aufbringen wollte, zum anderen aber auch, um mir möglichst wenig Eindrücke schon vorwegzunehmen. Bei meiner Recherche fand ich heraus, dass ich für die Anmeldung eines Autos (wie ja auch in Deutschland) einen kanadischen Wohnsitz benötige. Diesen habe ich zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht, da ich im ersten Monat eigentlich erst einmal etwas reisen, den Campingvan ausbauen und mich nach Job und Wohnung umzuschauen wollte. Ohne Auto wird Reisen in Kanada natürlich schwierig und ein Campingvan Ausbau unmöglich. Meine Stimmung war dadurch gleich einmal etwas betrübt… Andere Kanadareisende schrieben sie hätten einfach die Adresse eines Hotels bei der Anmeldung angegeben, aber ganz legal ist das definitiv nicht. Ich habe eine E-Mail an eine Zulassungsbehörde geschrieben und nach Optionen gefragt. Mal schauen, vielleicht treffe ich ja noch andere Reisende mit ähnlichem Problem. „Kommt Zeit kommt Rat“

Ach so, jetzt aber noch was Schönes, ich war im Restaurant des Hotels essen – natürlich einen Burger. Er war sehr lecker und preiswert (insgesamt 24€), durch meine Wahl des Salates statt der Pommes wurde ich aber leider nur kurzzeitig gesättigt.

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